Das war Kitrazza 2006 !
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So funktioniert KITRAZZA
Um KITRAZZA entstehen zu lassen, werden Kinder aufgefordert, von Beginn an mit zu zaubern. Sie sollen ihre Stadt entwerfen. Egal ob mit Zeichenstift, Pappe oder Ton die Pläne der Kinder bilden die Grundlage für die Traumzauberstadt.
In KITRAZZA muss es an nichts fehlen, was auch in einer großen Stadt erforderlich ist. Es kann Werkstätten, eine Post, eine Zeitung, eine Werbeagentur, eine Küche und ein Theater geben. Das Spannende ist, wie die einzelnen Bereiche tatsächlich miteinander wie eine Stadt funktionieren.
Ein Beispiel? Das Theater braucht ein Bühnenbild. Die Post bringt den Auftrag an die Werkstatt. Dort wird fleißig bis zur Premiere gearbeitet. Natürlich gibt´s in der Zeitung auch Lob für das Bühnenbild.
Die Kinder sind dafür verantwortlich, dass ihre Stadt funktioniert. Das ist nicht immer
einfach. Auch eigenverantwortliches Handeln und Mitbestimmung muss man lernen. Wo so viele verschiedene Kinder zusammen kommen, gibt es nicht nur Spaß, sondern genauso Streit. Um sicher zu stellen, dass Demokratie und nicht Anarchie oder eine Diktatur entsteht, gibt es eine unterstützende Rahmenfigur - den Traumzauberer.
Die anderen erwachsenen Helfer geben als Entwicklungshelfer Tipps und unterstützen die Kinder, greifen aber nicht direkt ins Geschehen ein. Der Traumzauberer ist Berater und Vertrauter der Kinder. Spielerisch nimmt er Themen auf und inspiriert sie, Lösungen zu finden. Im großen RAZ - der Versammlung der Kinder- fungiert der Traumzauberer als parlamentarischer Berater, macht auf Konflikte aufmerksam und stellt komplexe Zusammenhänge her.
Wie sieht eine Traumzauberstadt aus?
Kinderwünsche haben viele Gesichter. Rummelplatz, Schwimmbad, Pferdekoppel, Bonbonfabrik und Cola-Badesee sind Beispiele für den idealen Lebensort in kindlicher Fantasie. Sind die Spielmöglichkeiten ausgeschöpft, erwachsen neue Bedürfnisse. KITRAZZA bietet genau diese Chancen zum anpassen, umbauen und verändern. Kinder, die mit Material und Werkzeug die Gestaltung übernehmen, geben KITRAZZA ihr Gesicht. Bierkisten und Plane werden zum Schwimmbad, ein Erdhaufen zur Ski- und Rodelpiste. Hat die Post nicht genug Arbeit, eröffnet sie ein Restaurant. Ist es zu warm für die Sauna, wird das Dach aufgesägt und aus der entstandenen Bar wird Sommerbowle ausgeschenkt. Es entstehen Dinge, die Erwachsene so nie planen könnten, kindlichen Bedürfnissen aber durchaus gerecht werden.
KITRAZZA ist eine Stadt aus Zelten und Holzhütten, ausgestattet mit allem, was zum Wohlfühlen und „drauf los planen“ nötig ist: Küche, Krankenhaus, Werkstätten und Versammlungszelt. Alles, was Kinder noch brauchen und wollen, entsteht in 14 Tagen mit verschiedensten Materialien und vielen Helfern. Soll etwas Neues entstehen, muss man sich Mitbauer suchen. Wer hat das Material? Wer kann helfen? Schnell wird klar, was her muss - eine Post, Auftragszettel, eine Werbeagentur…. Wie erfahren die Kinder von der geplanten Theatervorstellung? Wer besorgt neue Nägel?
Für alles gibt es eine Lösung. Die erwachsenen Entwicklungshelfer führen durch Fragen und Begleiten bis zum Ziel. Der Erwachsenengarten ist das Tor zur Außenwelt. Bis hierher kommen Eltern und andere Erwachsene. Wer Zutritt möchte, ist auf das Visum aus der Kinderstadt angewiesen. Die Kinder führen selbst durch ihre Stadt und beantworten alle Fragen. Sie sind stolz auf das Geschaffene. Eltern, Unterstützer und Interessierte stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Erwachsenengarten zur Verfügung.
So fing alles an...
In KITRAZZA gestalten die Kinder ihren Alltag selbst. Sie sind BürgerInnen ihrer eigenen Stadt! Zutritt zu Kitrazza hat nur, wer einen Bürgerinnenausweis besitzt. Das sind die Kinder und die Mitarbeiterinnen. So eröffnet KITRAZZA den Kindern einen Ort, wo sie sich ungestört und unbeeinflusst erproben, auseinandersetzen und entwickeln können.
Grundlage für KITRAZZA sind Kinderspielstädte, die seit den 1970er Jahren in den alten Bundesländern gibt. Ende 2001 kam die Kitrazzaidee ins Kulturbüro nach Dresden. Zwei freie Mitarbeiter entwickelten, inspiriert von der Kinderspielstadt Karamempel in Esslingen a.N., die Methodenmappe "Kitrazza - Traumzauberstadt - Ein Ferienprogramm für Kinder".
Bis zur Umsetzung 2004 vergingen dann zweieinhalb Jahre. Konzeptionell verändert und weiterentwickelt wird Dresdens Kindertraumzauberstadt, anders als bei den bekannten Modellen, von Projektbeginn von und mit Kindern vorbereitet und gestaltet. So wird KITRAZZA tatsächlich eine Stadt von und für Kinder.
Die KinderTraumZauberStadt ist ein Kooperationsprojekt
in Trägerschaft des Kulturbüro Dresden e.V.
Ihr wollt was über KITRAZZA wissen? Dann seid ihr hier genau richtig !
Die Kindertraumzauberstadt KITRAZZA
….ist ein Sommerferienangebot für 150 sieben- bis elfjährige Mädchen und Jungen.
Zehn Tage lang planen und bauen sie mit der Unterstützung erwachsener Mitarbeiter eine Stadt nach ihren Wünschen und Ideen; eine Stadt in der sie sich wohl fühlen und Spaß haben. Im KITRAZZA-Lied heißt es:
„Wir bauen unsre eigene Stadt, wo Kindermund das Sagen hat. Wir spielen und wir leben hier. KITRAZZA, das sind wir. Alles ist möglich, nichts steht fest. Wenn man uns nur machen lässt.“
Wie sieht das praktisch aus? Ein Gelände mit Wiesen und Bäumen wird gefunden. Die KITRAZZA entsteht aus Zelten, Bauwagen und Holzhütten. Umfangreiches Material wird bereitgestellt. Am ersten KITRAZZA-Tag stehen die Küche, eine Werkstatt, ein Erholungsbereich, alle Medienanschlüsse, Sanitäranlagen und ein umfangreiches Lager. Den Kindern stehen Erwachsene zur Seite, die Ideen und Wünsche umsetzen helfen und den Weg gemeinsamer Entscheidungen in der eigenen Stadt begleiten. Eltern haben keinen Zutritt. Das Kernstück ist der „Große RAZ“, das Parlament der Kinderstadt. Hier wird diskutiert, geplant und verworfen. Welches „Gesicht“ KITRAZZA bekommt, bestimmen die Kinder und eines ist sicher: Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Kitrazza-Impressionen 2005
FOTOS-ERSTE-KITRAZZA-WOCHE
FOTOS-LETZTER TAG/ ABSCHLUSS